Die Handballerinnen des TuS Komet Arsten verringern durch einen Sieg den Rückstand auf die Tabellenspitze weiter

Bremen. Die Handballerinnen des TuS Komet Arsten bleiben nach einem 24:23-Sieg im Verfolgerduell beim TV Oyten II in der Oberliga Nord Spitzenreiter SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn auf den Fersen. Zwei Zähler beträgt der Rückstand der „Kometen“ drei Spieltage vor Ende der Saison. Die Teilnahme an der Relegation zur Regionalliga gegen den Vizemeister der Oberliga Süd hat die Mannschaft von Trainer Thomas „Panne“ Panitz sicher. „Sollten wir die Möglichkeit haben aufzusteigen, dann werden wir das auch machen“, unterstreicht der in Heiligenrode lebende Coach.

Für Thomas Panitz steht fest: „Die SG Friedrichsfehn wird sich das nicht mehr nehmen lassen.“ Mit „das“ meint der Trainer des TuS Komet Arsten die Meisterschaft in der Oberliga Nord und den damit verbundenen Aufstieg in die Regionalliga. Zwei Zähler haben die Ammerländerinnen Vorsprung auf den TuS und wie Panitz erläutert: „Ein relativ leichtes Restprogramm.“ TV Neerstedt, HV Lüneburg und MTV Tostedt heißen nach Ostern die letzten drei Gegner der SG. Panitz muss mit seiner Sieben noch zum SV Höltinghausen und VfL Stade II reisen und empfängt die SG Neuenhaus/Uelsen. „Die Spiele muss man erst einmal gewinnen“, sagt er. Den drittplatzierten TV Oyten II lässt Panitz außer Acht. „Die können nicht aufsteigen, da die eigene Erste bereits in der Regionalliga spielt.“ Sollten die SG Friedrichsfehn und der TuS Komet Arsten am Ende der Saison aber doch punktgleich auf dem ersten Platz landen, dann würde der bessere direkte Vergleich den Ausschlag zugunsten der Bremerinnen geben.

Gegner in der Relegation der Tabellenzweiten wäre voraussichtlich der Northeimer HC. Ob dann nur der Sieger einen Platz in der Regionalliga erhält oder auch der Verlierer aus Hin- und Rückspiel, hängt wiederum davon ab, wie viele Teams aus der Regionalliga über die Aufstiegsrunde in die 3. Liga aufsteigen. Die Termine für die Relegationsspiele sind für den 24./25. Mai und 31. Mai./01. Juni vorgesehen. Das Hinspiel würde beim Vizemeister der Oberliga Süd stattfinden.

Ob nun Regionalliga oder aber weiter Oberliga – die Schwestern Emily und Annika Hübner werden in der neuen Saison nicht mehr das Trikot der Südbremerinnen tragen. Beide Spielerinnen haben sich für einen Wechsel zum Verbandsligisten ATSV Habenhausen entschieden. „Ich hätte gerne mit beiden weiter gemacht, aber Reisende soll man nicht aufhalten“, sagt Thomas Panitz. Der gebürtige Rostocker ist zuversichtlich, dass er die Lücken im Rückraum schließt. Er sei in „guten Gesprächen“, sagte Thomas Panitz.

Im Top-Spiel beim TV Oyten II gingen die Arsterinnen mit 3:0 in Führung. „Gleich in den ersten vier Angriffen werfen wir den Ball weg. Es ist vorne total wirr und es werden falsche Entscheidungen getroffen“, ärgerte sich Sebastian Kohls. Der Trainer des TVO sah danach in der Offensive eine Steigerung seiner Crew. „Aber trotzdem mit dem Gefühl, dass die Handbremse stets angezogen war“, malte er ein passendes Bild. Nachdem die Gäste aus einem 17:16 eine 23:17 (53.) machten, wurde es noch einmal eng. Für etwas Zählbares reichte es nicht mehr, weil den Gastgeberinnen die Zeit ausging. Der Treffer zum 23:24 durch Katrin Friedrichs fiel zwölf Sekunden vor Schluss. „Wir haben halt eine junge Truppe. Wir bringen es mit Ach und Krach über die Zeit“, atmete Thomas Panitz durch. Die Gäste waren mit zwei Niederlagen im Rücken in das Auswärtsspiel im Kreis Verden gegangen.

Geschrieben von Jürgen Prütt, veröffentlicht im Weser Kurier am 03.04.2025.